Selten zum Wohle sind Symbole
Symbole sind schwierig. Meistens geht es schief. Warum? Manche müssen neu gelernt werden. Das dauert länger, als etwas zu lesen, das man schon kennt – ein Wort zum Beispiel.
Schlechte Symbole machen einen traurig. Der Pfeil da steht am schönen Fluss Saone, im schönen Burgund:

Quelle: von mir
Soll man dem Pfeil nachfahren?
Muss man dem Pfeil nachfahren?
Darf man es, wenn man vorsichtig ist?
Und hier aus dem Spiegel – Auweia:

Quelle: Der Spiegel 29/2008, 21.07.08, S.65
Auweia weil: Bei ihrer Flagge sind die Amerikaner streng.
Zum Beispiel: Wer Präsident werden will, muss sie am Revers haben.
Immer.
Ich glaube nicht, dass die Reporter vom Spiegel noch in die USA einreisen dürfen.
Auch unsere Flagge sieht unverschrumpft und unverdehnt am schönsten aus.
Und das da:

Quelle: Wirtschaftswoche 27, 30.06.2008, S.104
Immer, wenn wir drei Sterne sehen, heißt das jetzt: der kommt bald in den Dax.
Ein Stern heißt: eher nicht.
Meint die WiWo.
Ich weiß nicht.
Ob sich das so durchsetzt?
Daher finde ich, für die meisten Symbole gilt:
Einfahrt verboten.
Mittwoch, 16. Dezember 2009, 17:36
haha, das Ding mit dem Pfeil da oben ist was ganz verflixtes:
Das bedeutet das Gegenteil von dem, was man auf den ersten Blick
vermuten könnte.
Der Binnenschiffer erkennt das aber sofort,
und er sieht dort auch keinen „Pfeil“, denn für ihn es ist
ein gebräuchliches Verkehrszeichen.
Eigentlich sind es ZWEI Symbole kombiniert.
Ein rot-weiß-rot quergestreiftes Rechteck,
das „Keine Einfahrt“ bedeutet (man kann es sich als
Ausschnitt des runden Autoverkehrszeichens vorstellen,
das im Post am Ende steht)
UND
ein weißes Dreieck, das rechts drangepappt ist und bedeutet „das Schild,
an dem ich hänge, gilt ab hier für DORT“
Was der Laie als Auforderung zur Einfahrt verstehen kann,
bedeutet also paradoxerweise: “ in den Kanal, die Mündung oder neben der Insel dort,
da rechts von dem Schild, darfst Du auf keinen Fall ‚reinfahren“