Jugendstil für Daten?

Du liebe ZEIT. Das hab ich nicht gemeint. Mein Handkritzel-Design war aus der Not geboren. Eures ist mit Anlauf.

Das Lehrstellen-Drama: Die Zahl der Ausbildungsplätze sinkt; Differenz gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. - Quelle: DIE ZEIT 19/2009 vom 30.04.2009 Die Milliarden-Lücke: Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung. - Quelle: DIE ZEIT 20/2009 vom 07.05.2009 Der Vertrauensbonus: Welches europäische Land hat Ihrer Meinung nach die besten Voraussetzungen, um aus der Krise herauszukommen? - Quelle: DIE ZEIT 25/2009 vom 10.06.2009

Dreimal Krikelkrakel aus der ZEIT. Soll man wohl nicht wichtig nehmen?
Quelle: DIE ZEIT Nr. 19 vom 30.04., Nr. 20 vom 07.05., Nr. 25 vom 10.06.2009.

Lustig: Wir nehmen den Computer, damit es aussieht wie von Hand. Sogar die Handschrift ist eine Computerschrift.

Für mich signalisiert handgemalt und handgeschrieben: Liebesbrief. Poesiealbum. Kinderbuch. ABC-Schütze. Einkaufsliste. Entwurf. Skizze. Urlaubsgruß. Notiz. Also eher: Vorläufig. Eilig. Unfertig. Nebenbei. Grob. Ungenau. Vielleicht fehlerhaft. Ungeprüft. Einmalig. Spontan. Und jung.

Alle wollen jung. Mir egal. Daten nicht.

Ein Kommentar zu “Jugendstil für Daten?”

  1. Dr. Jörg Huss meint:

    Im Zweifel für den Angeklagten. Vielleicht hat die ZEIT die Wahrnehmung des Lesers auf das Grobe & Ungenaue hinlenken wollen – weil nämlich selbst bei den Ausbildungsplätzen die Genauigkeit und Endgültigkeit der Daten nicht gewährleistet sein wird (Thema Stichprobenverzerrung). Und die Leser von statistischen Diagrammen nehmen deren suggerierte Genauigkeit allzu oft zu ernst.

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